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Zwei Wochen mit dem Dell XPS 15z

Der Karton des XPS 15z“Hier also mein Testbericht zu meinem neuen Notebook. Das wird wohl einer der längsten Artikel in diesem Blog Smiley Nach zwei Wochen kann ich wohl mein Fazit ziehen, und das vorweg: ich wurde von Dell nicht enttäuscht. Allein die Verpackung kam schon sehr edel daher. Da braucht sich Dell nicht hinter Apple verstecken. Und auch das Notebook ist endlich mal ein Gerät das auch an das MacBook Pro heranreicht. Allerdings mit einem benutzbaren Betriebssystem und nicht dieser Krücke von Mac Schrott X Zwinkerndes Smiley.

Die Eckdaten

  • Intel Core i5-2450 (2,5 GHz)
  • Intel HM67 Express Chipset
  • 6 GB RAM
  • nVidia GeForce GT 525M mit 2 GB VRAM + Intel HD3000 (nVidia Optimus-Technologie)
  • 750 GB Seagate HDD mit 7200 U/min (ST9750420AS)
  • 15,6 Zoll FullHD-WLED-Display
  • zwei USB 3.0 Ports (Renesas), ein USB 2.0/eSATA-Kombiport
  • Intel Centrino Advanced N-6230 Wifi/BT (300 MBit 2,4/5GHz, Bluetooth 3.0)
  • Atheros AR8151 Gigabit-LAN
  • SD Card/MemoryStick Cardreader (JMCR SD/MMC SCSI Disk Device)
  • Slot-in DVD-Brenner (Matshita)
  • “Integrated Webcam” (mehr konnte ich leider nicht herausfinden)
  • Realtek HD Audio (+ Waves MaxxAudio)

Das Äußere

Der Deckel und der Unterboden des Notebooks sind aus Aluminium. auf dem Deckel ist an zentraler Stelle – wie üblich – das Dell Logo. Auf dem Unterboden ist der Schriftzug XPS 15z eingefräst. Der Luftauslass des Lüfters bläst mittig nach hinten, angesaugt wird über den Unterboden. Die “Innenausstattung” also die Oberfläche um die Tastatur und das Trackpad ist “nur” aus Kunststoff, dieser fühlt sich aber sehr hochwertig an. Was es nicht gebraucht hätte ist der verchromte Zierrahmen um den Body herum. Dieser fühlt sich auch etwas billig an – stört aber nicht den gesamt sehr hochwertigen Eindruck des Notebooks. Das Displayscharnier lässt sich leicht öffnen hält aber das Display trotzdem sicher in seiner Position, da wackelt nichts. Auch die Schrauben, mit denen der Unterboden festgeschraubt ist wirken sehr edel. Toll: bei Dell gibt es detaillierte Anleitungen wie man den Unterboden entfernt um z.B. den fest verbauten Akku zu tauschen.

Der Deckel des XPS 15z Rechte Seite des XPS 15z

Die linke Seite des XPS 15z Der XPS 15z Schriftzug

Die "Innenseite" des XPS 15z

Das Display

Wie ich ja bereits erwähnt hatte war ich mir anfangs etwas unsicher ob mir ein FullHD-Display bei 15,6 Zoll nicht etwas zu hochaufgelöst ist. Jetzt weiß ich dass die Antwort nein lautet. Standardmäßig ist die Windows-DPI-Einstellung von Dell schon auf 125% eingestellt, somit ist Windows auch ohne Lupe prima zu benutzen. Die Schrift ist gestochen scharf man hat massig Platz auf dem Display, perfekt. Der Internet Explorer übernimmt übrigens die 125% auch als Standard-Zoom-Einstellung. Chrome (und auch der Firefox) bleiben von sich aus auf 100%, was manchmal (vermutlich aufgrund schlechter Webprogrammierung…) etwas klein ist. Ich habe meinen Chrome jetzt auf standardmäßig 110%-Zoom eingestellt, so lässt sich prima surfen ohne dass einem irgendwann die Augen weh tun.

Die Helligkeit des Displays sowie die Farbbrillianz sind aus meiner sich auch noch erwähnenswert. Mein Display ist jetzt (im Wohnzimmer) auf 50% eingestellt, alles andere blendet schon fast. Die Farben sehen richtig knackig auf dem Display aus so macht Bilder anschauen richtig Spaß.

Dank dem Wetter der letzten Tage konnte ich auch das Display dem Härtetest unterziehen: Sonnenschein auf der Terrasse – trotz Schminkspiegel lässt sich aber mit voller Helligkeit ohne Probleme auch draußen im Schatten (aber mit voll besonnntem Hintergrund) arbeiten.

Die Tastatur und das Trackpad

    Die Tastatur ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig da die Umlaut-Tasten etwas kleiner ausfallen als üblich. Auch fehlen einige Tasten (Bild-auf, Bild-Ab, Pos1, Ende, …) deren Funktionen durch Doppelbelegung anderer Tasten (z.b. die Cursor-Tasten) per FN-Taste erreichbar sind. Daran gewöhnt man sich aber schnell und stellt auch kein Problem dar. Das Tippgefühl selbst lässt bei mir keine Wünsche offen. Die Hintergrund-Beleuchtung funktioniert und lässt sich in zwei Stufen dimmen – was soll ich mehr dazu sagen

Smiley

Das angehm große Trackpad im XPS 15z kommt mal nicht von Synaptics sondern von einem mir bisher unbekannten Hersteller namens Cypress. Der Treiber bzw. der Einstellungs-Dialog ist grausam übersetzt (z.B. Knopfs-Einstellungen). Mit dem Trackpad selbst habe ich keine größeren Probleme (manchmal ist der Zwei-Finger-Scroll etwas hakelig, aber nicht weiter tragisch), allerdings fehlt mir leider die Emulation der dritten Maustaste. Das machen allerdings einige Trackpad-Treiber nicht – das Synaptics-Trackpad in meinem Studio 1555 tat es aber. Der Druckpunkt der beiden Touchpad-Tasten ist so wie ich es mir vorstelle – kurzer Weg und definierter Druckpunkt.

Temperaturentwicklung

Ich hätte mit höheren Temperaturen gerechnet. Ich habe jetzt nichts gemessen, da meine Notebooks bisher aber alle auf meinem Schoß ruhten kann ich sagen dass das XPS 15z eines der kühlsten ist die ich bisher hatte, definitiv kälter als mein Studio. Die wärmste Stelle ist die Unterseite auf der linken Seite, dort ist die Festplatte verbaut. Lüftergeräusche vernimmt man im Surf-Betrieb so gut wie nie. Das ändert sich natürlich unter Last. In meinem Fall eine Stunde Modern Warfare 3. Doch auch hier war mein Studio 15 lauter und deutlich wärmer als das XPS 15z. Auf der Oberseite merkt man davon fast nichts, die Finger muss man sich im Winter also ggf. anders wärmen.

Sound

Die Boxen klingen für ein Notebook ziemlich gut und knacken auch nicht wenn man voll aufdreht. Allerdings dürfte “voll aufdrehen” für meinen Geschmack etwas lauter sein, da ging beim Studio 15 mehr.

Auf dem Notebook ist eine Software namens Waves MaxxAudio installiert (keine Ahnung ob dafür auch ein extra Chip wie es wohl bei Beats der Fall ist verbaut ist), mit der kann man durchaus den Klang noch etwas beeinflussen und auch die maximale Lautstärke noch etwas nach oben korrigieren.

Performance

Ich habe jetzt keinen Performance-Test oder so angeworfen, das sollen andere tun. Als “Performance-Test” soll bei mir Modern Warfare 3 dienen. Für MW3 auf FullHD reichte es nicht ganz, aber auf 1366×768 läuft MW3 richtig gut. Auch sonst läuft das Ding richtig flott. Zwar war mein Studio 1555 auch nicht langsam (Intel Core2Duo P8600), aber auch gefühlt starten Programme und natürlich auch Windows ein ganzes Eck schneller. Vielleicht liegt das auch an der schnelleren Festplatte (im Studio war nur 5400er verbaut, hier ist es ja eine 7200er).

Mein Fazit

Wer ein Notebook das den Spagat zwischen Mobilität und Leistung halbweg schafft und gut 1000 Euro für ein Notebook ausgeben will wird sicher mit dem XPS 15z glücklich werden. Dell bietet für das Geld gute Hardware mit Vor-Ort-Support (welcher andere Hersteller bietet das schon?) und erstaunlich wenig vorinstallierter Crapware. Für die nächsten zwei bis drei Jahre sollte ich glücklich und mit genügend Leistung versorgt sein Smiley

  1. Adi
    19. September 2014, 11:47 | #1

    1.000 Euro für ein Notebook finde ich viel zu teuer. Ich habe zum Teil 4-5 Programme gleichzeitig laufen und habe noch nie mehr wie 600 Euro bezahlt und war bisher (insgesamt 3 Notebooks) immer hochzufrieden.

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